Wer gewann eigentlich das erste Rennen der Gruppe C? Richtig ein Rondeau M382!

Wer an die Gruppe C denkt, der denkt meist an Porsche. Die Rennwagen aus Zuffenhausen stehen wie kaum eine andere Marke für diese aufregende Epoche des Motorsports. Porsche stellte 1982 den Porsche 956 vor und fuhr bereits im ersten Jahr zum Sieg bei den legendären 24-Stunden von Le Mans.

Ab 1983 verkaufte Porsche die Rennwagen in auskömmlichen Stückzahlen an Kundenteams. Zeitweise stellten die Porsche 956/62 mehr als die Hälfte der Starterfelder. Trotzdem gab es auch in der Anfangszeit der Gruppe C andere Fabrikate. Gerade die kleinen Hersteller hatten ihre Autos vor Porsche, wo die Entscheidung für ein Engagement in der Gruppe C sehr spät erfolgte, rennfertig.

Daher ist es mehr als eine Randnotiz, dass der erste Sieg in der Gruppe C nicht an einen Porsche ging. Beim Auftakt der neuen Formel im März 1982 fuhren Henri Pescarolo, Giorgia Francia und Jean Rondeau mit dem Rondeau M382 beim 1.000 Kilometer-Rennen von Monza zum Sieg. Doch nach dem überraschenden Tod des Firmengründers Jean Rondeau zerfiel das Team.

Die Autos wurden von den Erben und Gläubigern verkauft, teilweise jedoch noch einige Jahre weiter im Motorsport eingesetzt. Inzwischen sind die Fahrzeuge von Rondeau gesuchte Oldtimer. In Großbritannien steht jetzt ein besonderes Fahrzeug zum Verkauf. Denn die Fahrgestellnummer 004 des Rondeau M382, die Oldtimer-Händler Legends Automotive zurzeit anbietet, ist das Originaleinsatzauto von Monza 1982 – der erste Sieger Gruppe C.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.