Benz & Cie. stellt vor 125 Jahren im April 1894 den ersten Kleinwagen vor, das Benz Motor-Velociped. Der Name wird später umgangssprachlich zu Benz Velo verkürzt. Die Typenfamilie hat großen Erfolg in Deutschland und dem europäischen Ausland. Mit rund 1.200 bis zum Jahr 1902 ausgelieferten Fahrzeugen wird sie zum ersten Großserienautomobil der Welt.

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Weiterstadt – Bei der Techno Classica in Essen (10. bis 14. April) rückt ŠKODA mit dem Motto ,60 Jahre OCTAVIA‘ das Herz der Marke in den Mittelpunkt. Fünf verschiedene OCTAVIA führen die Besucher am ŠKODA Messestand 210 in Halle 4 durch mehrere Modellepochen. Mit drei Varianten des FELICIA zeigt der Hersteller zudem technisch eng verwandte Zeitgenossen des ersten OCTAVIA. Zu den weiteren Messe-Highlights zählt der einzig erhaltene Laurin & Klement BSC. Jüngstes Exponat ist mit dem OCTAVIA WRC ein vom modernen OCTAVIA der 90er-Jahre abgeleitetes Rallye-Fahrzeug. Am Donnerstag (11. April) präsentiert der Hersteller zudem seine neue Unternehmenschronik. Die insgesamt 528 Seiten starke dreibändige Buchreihe erzählt die spannende Geschichte der Marke, die auf die 1895 von Václav Laurin und Václav Klement gegründete Fahrradmanufaktur zurückgeht.

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Stuttgart/Essen. Zeitreise in die siebziger Jahre: Der Porsche 914, Deutschlands erster Mittelmotor-Seriensportwagen, feiert Geburtstag. Auf der Techno Classica, die von 10. bis 14. April in Essen stattfindet, dreht Porsche Classic die Zeit zurück und stellt den Bestseller der 1970er Jahre in den Mittelpunkt. Ausgestellt werden neben einem Porsche 914/6 auch eines von nur zwei gebauten 914 S Modellen mit Achtzylindertriebwerk aus der Sammlung des Porsche Museums. Darüber hinaus werden zwei Fahrzeuge der Porsche Classic Werksrestaurierung sowie ein knappes Dutzend Porsche-Klassiker von internationalen Porsche Classic Partnern zu sehen sein. Als eigene Sparte des Zuffenhausener Sportwagenherstellers versorgt Porsche Classic alle Fahrzeugbaureihen, deren Produktionszeit in der Regel mehr als zehn Jahre zurückliegt.

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Stuttgart/Chichester. Gleich vier Weltpremieren präsentiert Porsche beim 77. Members Meeting in Großbritannien: Erstmals lässt das Porsche Museum vier Exemplare des 917 an diesem Wochenende auf dem anspruchsvollen Goodwood Motor Circuit fahren. Dabei wird der 917 mit der Chassisnummer eins zum ersten Mal seit seiner Rückführung in den Ursprungszustand von 1969 dynamisch eingesetzt. Ebenso debütiert der 917/30-001 nach seiner Restaurierung im englischen Sussex. Dabei treffen 917-001 und 917/30-001 erstmals bei einer Veranstaltung aufeinander.

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Historischer Rennsport in allen Facetten – Vom 26. bis 28. April auf dem Hockenheimring – Zugang zu Fahrerlager/Boxen für alle Besucher frei

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Auch im Zeitalter der E-Autos lebt das Interesse und die Leidenschaft für das Blech der frühen Jahre so heftig wie nie zuvor. Nicht weniger als 235 Autos bis Baujahr 1972 werden am 25. Juli in Gröbming die Ennstal-Classic, Österreichs bedeutendste Oldtimer-Rallye unter die Räder nehmen.

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Zu Ehren des 150. Geburtstages von August Horch zeigt das Audi museum mobile eine vom August Horch Museum Zwickau konzipierte Sonderausstellung über den Gründer der AUDI AG (28. März bis 23. Juni 2019). Obwohl von August Horch nur wenig Materielles die Zeit überdauerte, zeichnet die Ausstellung die wichtigsten Stationen seines Lebenswegs nach. Sie folgt den Spuren des Schmieds, des Konstrukteurs, des Firmengründers, des Motorsportlers, des Funktionärs aber vor allem denen des Menschen August Horch.

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2019 feiert Mercedes-Benz runde Geburtstage der Unternehmensgründer Gottlieb Daimler und Carl Benz: Daimler wird vor 185 Jahren am 17. März 1834 in Schorndorf geboren. Benz kommt vor 175 Jahren am 25. November 1844 in Mühlburg bei Karlsruhe zur Welt. Die Daimler AG macht heute mit Gedächtnisstätten das Lebenswerk der beiden Automobilpioniere erlebbar.

Stuttgart. Die Erfinder des Automobils werden Mitte des 19. Jahrhunderts in Süddeutschland geboren: Gottlieb Daimler kommt vor 185 Jahren am 17. März 1834 als Sohn des Bäckers Johannes Deumler (so lautet die ältere Schreibweise des Familiennamens) und seiner Frau Wilhelmine Friederike in Schorndorf zur Welt, rund 20 Kilometer östlich von Stuttgart. Vor 175 Jahren und damit zehn Jahre später wird Carl Benz in Mühlburg bei Karlsruhe als Sohn von Johann Georg Benz, Lokomotivführer der 1840 gegründeten Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen, und der Dienstmagd Josephine Vaillant geboren. Die Eltern heiraten 1845. Der Vater legt Carl Benz die Begeisterung für die Mobilität quasi in die Wiege, stirbt aber bereits 1846 an einer Lungenentzündung.

Vom Bäckersohn zum weltläufigen Ingenieur

Wissensdurst, Weltoffenheit und Weitsicht prägen die Biografien von Daimler und Benz schon ab der Kindheit. Gottlieb Daimler besucht die Lateinschule und sonntags zusätzlich die Zeichenschule in Schorndorf. Große Erfahrungen in Präzisionsmechanik sammelt er danach als Lehrling eines Büchsenmachers. Nach seiner 1852 abgelegten Gesellenprüfung besucht Daimler die Gewerbliche Fortbildungsschule in Stuttgart. Der württembergische Regierungsrat Ferdinand Steinbeis vermittelt ihm danach eine Stelle im Elsass, wo Daimler auch theoretischen Unterricht zur Vorbereitung auf das Studium erhält. Nach dem erfolgreichen Studienabschluss arbeitet der junge Ingenieur Anfang der 1860er-Jahre zunächst in Paris und lernt bei Aufenthalten in Olham, Leeds, Manchester und Coventry die britische Maschinenbauindustrie kennen. Als Werkstätteninspektor in Reutlingen trifft er 1864 seinen späteren Weggefährten Wilhelm Maybach. 1867 heiratet Daimler Emma Kurtz aus Maulbronn. 1868 tritt er als Werkstättenvorsteher in Karlsruhe seine erste Führungsposition an.

Mit Technikbegeisterung früh zum Studium

Josephine Benz ermöglicht ihrem Sohn Carl (getauft wird er auf den Namen Karl Friedrich Michael, entscheidet sich selbst aber später für die Schreibweise des Vornamens mit „C“) den Besuch des Gymnasiums und finanziert anschließend sein Studium. Bereits im Alter von 16 Jahren wechselt der technikbegeisterte Carl ans Polytechnikum in Karlsruhe und studiert Maschinenbau. Nach dem Studium arbeitet er unter anderem als Schlosser, Zeichner, Werkmeister und Konstrukteur von Eisenbrücken. 1871 gründet Benz mit August Ritter ein eigenes Unternehmen in Mannheim.

Das erste Automobil

Mit Hilfe seiner Braut Bertha Ringer (die beiden heiraten 1872) kann Benz nach geschäftlichen Differenzen seinen Partner auszahlen. Ab 1878 beschäftigt er sich mit dem Gasmotor als Stationärantrieb und als Kraftquelle für ein künftiges Fahrzeug ohne Pferde. Das 1883 gegründete Unternehmen „Benz & Cie. Rheinische Gasmotoren-Fabrik Mannheim“ hat zunächst Erfolg mit dem Verkauf des stationären Zweitaktmotors „System Benz“. Der Erfinder arbeitet aber bereits am leichten Viertaktmotor als Automobilantrieb. Wegweisend ist dabei die ganzheitliche Konstruktion von Motor und Fahrzeug als schlüssiges Gesamtsystem. So entsteht der Motorwagen, den Benz am 29. Januar 1886 als „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ beim Kaiserlichen Patentamt zum Patent anmeldet. Die Patentschrift zum DRP 37435 gilt als Geburtsurkunde des Automobils.

Daimler und der Viertaktmotor

Zeitgleich mit Benz arbeitet auch Gottlieb Daimler an der Mobilität der Zukunft. Im Jahr 1872 hat ihn die Gasmotoren-Fabrik Deutz AG zum technischen Direktor berufen. Daimler und Maybach, der ihm ins Rheinland gefolgt ist, bauen in Deutz eine rentable Großserienproduktion für Stationärmotoren auf und entwickeln den von Gründer Nicolaus August Otto erfundenen Viertaktmotor zur Serienreife. Allerdings gibt es immer wieder Differenzen mit Otto, und Daimler verlässt das Unternehmen schießlich im Juni 1882. Bereits im Frühjahr des Jahres hat er eine Villa in Cannstatt bei Stuttgart gekauft. Deren Gewächshaus lässt er durch einen Backsteinanbau vergrößern, um dort eine Versuchswerkstatt einzurichten. Hier entwickelt er zusammen mit Maybach seinen schnellaufenden Viertaktmotor als Antrieb für Kutschen, Schienenfahrzeuge, Boote und Luftschiffe. In diesem Rahmen erhält er Patente auf einen Motor mit ungesteuerter Glührohrzündung und die Ventilsteuerung (beide 1883). Die Daimler-Motoren erreichen bald Drehzahlen von bis zu 600/min, mehr als das Dreifache des bis dahin üblichen Drehzahlbereichs. Der berühmte Einzylindermotor mit dem Spitznamen „Standuhr“ entsteht 1884, wird 1885 als „Gas- bezw. Petroleum-Kraftmaschine“ zum Patent angemeldet und im selben Jahr in den „Reitwagen“ eingebaut, ein Motorrad mit hölzernem Rahmen. 1886 entsteht schließlich die Motorkutsche, das erste Vierrad-Benzin-Automobil der Welt.

1890 wird in Cannstatt die Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) gegründet. zu den wichtigsten Märkten gehört Frankreich, wo Zweizylinder-V-Motoren nach Daimler-Lizenz gebaut werden. Daimler selbst wird 1894 aus dem Unternehmen gedrängt, 1895 zurückgeholt und wird 1897 Vorsitzender des Aufsichtsrats der DMG. Er stirbt am 6. März 1900.

Carl Benz entwickelt den Patent-Motorwagen weiter. Auch er erfährt das größte Interesse für seine Erfindung zunächst in Frankreich. Benz beendet Anfang 1903 seine aktive Tätigkeit bei Benz & Cie. und wird 1904 in den Aufsichtsrat berufen. 1906 gründet er an seinem Wohnsitz Ladenburg das Unternehmen „Carl Benz Söhne“. Carl Benz wird mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt und stirbt hochbetagt am 4. April 1929 – und damit vor 90 Jahren – in Ladenburg.

Orte der Erinnerung

Verschiedene Orte erinnern an das Leben der beiden Automobilpioniere:

  • Gottlieb Daimlers Geburtshaus in Schorndorf erwirbt die damalige Daimler-Benz AG 1979 und macht es 1981 nach einer aufwendigen Restaurierung der Öffentlichkeit zugänglich. Eine Ausstellung zeigt Modelle, Dokumente und weitere Exponate zu Daimler und seinem Wirken.
  • Das Carl-Benz-Haus in Ladenburg ist von 1905 an Wohnsitz der Familie. Es wird 1985 von der Daimler-Benz AG gekauft. Seit 1986 ist es Sitz der „Gottlieb Daimler und Karl Benz Stiftung“.
  • Die Versuchswerkstatt im Gewächshaus des Gartenhauses der Daimler-Villa in Cannstatt wird 1940 als Gedenkstätte eröffnet und 1984 restauriert. Seitdem ist in der Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte ein kleines Museum eingerichtet.

Stuttgart. Eine der stärksten Ziffernkombinationen aus Stuttgart-Zuffenhausen erfreut sich in diesem Jahr seines 50-jährigen Jubiläums: der Porsche 917. Am 12. März 1969 debütiert der wohl berühmteste Rennwagen aller Zeiten auf dem Genfer Automobilsalon. Das Porsche Museum hat den runden Geburtstag zum Anlass genommen, den allerersten 917 in den Ursprungszustand seiner Erstpräsentation vor 50 Jahren zurückzuführen. Der 917-001 war im Verlaufe der Zeit vielen Veränderungen ausgesetzt. „Unsere Einstellung zum authentischen Umgang mit klassischen Fahrzeugen hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich gewandelt,“ erklärt Achim Stejskal, Leiter des Porsche Museums. Bei der Restaurierung seiner Sportwagen aus der historischen Unternehmenssammlung legt das Museum großen Wert auf den Erhalt originaler Substanzen unter Berücksichtigung der jeweiligen Geschichte seiner Exponate.

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