Neulich am Straßenrand – die Verkaufsofferte

Vor ein paar Tagen kam ich an einem weitgehend verlassenen Parkplatz vorbei. Nur ein einziges Auto parkte dort, einsam stand unter einem Baum ein handgerollter mattschwarzer 3er BMW der Baureihe E36. In der Seitenscheibe klebte dieser Zettel:

Neulich am Straßenrand – eine Verkaufsanzeige

Neulich am Straßenrand – eine Verkaufsanzeige

Ich frage mich seit dem, was „mehr“ PS als üblich heißen soll. Vermutlich will der Anbieter auf eine Leistungssteigerung hinweisen. Denkbar wäre natürlich auch, dass der Verfasser darauf hinweisen will, sein 3er sei im fortgeschrittenen Alter noch mehr als üblich bei Kräften.

BMW 2800 CS – Oldtimer-Treffen

Ja, ich freue mich immer, wenn ich im Alltag einen Klassiker sehe. Diesen BMW 2800 CS sehe ich auf dem Weg zur Arbeit sogar recht regelmäßig am Straßenrand stehen. Vor ein par Tagen machte ich daher mal ein Foto des hübschen Coupé.

BMW 2800 CS am Straßenrand in Dortmund

BMW 2800 CS am Straßenrand in Dortmund

Den BMW 2800 CS bot der bayrische Autobauer ab 1968 an. Mit dem großen Coupé rundete BMW seine Modellpalette nach oben ab. Denn der 2800 CS war klar oberhalb des Coupé der „Neuen Klasse“, dem BMW 2000 C/CA/CS positioniert, das aber weiter im Programm blieb.

Die Fertigung übernahm Karmann in seinem Werk Rheine. BMW lieferte dafür die Motoren nach Norddeutschland. Bis 1971 war der CS ausschließlich mit einem 2,8-Liter großen und 170 PS starken Sechszylinder lieferbar. Dann wurde aus dem 2800 CS dank eines größeren Motors der 3.0 CS. Zunächst übernahm auch beim Dreiliter-Triebwerk ein Vergaser die Gemischaufbereitung.

Doch schon nach wenigen Monaten zog unter die Motorhaube eine Bosch-D-Jetronic-Benzineinspritzung ein. Damit stieg die Leistung auf 200 PS an. Und aus dem 3.0 CS wurde der legendäre 3.0 CSi. Ein Name der besonders Rennsportfans noch gut geläufig ist. Denn mit dem DMS 3.0 CSi mischte BMW in den kommenden Jahren immer wieder den internationalen Motorsport auf.

Plötzlich steht da ein Schnitzer BMW 320 Turbo Gruppe 5

Letzte Woche war ich in der Nähe von Wien, um den VW Caddy Alltrack 4Motion zu testen. Nach wenigen Kilometern mit der Allrad-Variante des VW Caddy erblickte ich am Strassenrand diesen BMW 320 Turbo aus der Gruppe 5.

Schnitzer BMW 320 Turbo Gruppe 5

Der Original Schnitzer BMW 320 Turbo Gruppe 5 von Karl Oppitzhauser

Aufgebaut hat den Rennwagen das bekannte Schnitzer Team. Das Team aus Freilassing nahm mit diesem BMW der Baureihe E21 an der Deutschen Rennsport Meisterschaft teil. Am Steuer saßen damals Piloten wie Hans-Joachim Stuck, Harald Ertl oder Walter Brun.

Schnitzer BMW 320 Turbo Gruppe 5

Der Turbomotor des BMW verfügt über 850 PS

850 PS werden dem Turbo-Motor des Rennwagens nachgesagt. Schnitzer entwickelte das Auto und den Motor damals weitestgehend in Eigenregie. Doch trotz des Meisterschaftsgewinn 1978, den Harald Ehrt herausfuhr, stand der BMW 320 Turbo Gruppe 5 immer etwas im Schatten der Ford Capri von Zakspeed. Und das obwohl es Schnitzer und BMW waren, die sich als Erste mit einem turbogetriebenen Fahrzeug den Titel in der Deutschen Rennsport Meisterschaft sichern konnten. Mario Alberto Bauer hat in seinem Blog die DRM-Saison 1978 zusammengefasst.

Heute gehört der Rennwagen dem Rennfahrer und Autohändler Karl Oppitzhauser. Oppitzhauser kaufte den BMW 320 Turbo Gruppe 5 damals von Schnitzer und trat damit bereits Ende der 1970er-Jare zu Rennen an. Nach einem Abstecher in den Trabrennsport kehrte der Österreicher mit Auto vor einigen Jahren in den historischen Motorsport zurück. Die auf dem Auto angebrachte Startnummer aus dem österreichischen Histo-Cup ist ein Zeugnis dieser Rennaktivitäten.

218? 218! Oder doch 2014 …

Wer einfach eine Zahl in den (virtuellen) Raum wirft, startet unweigerlich ein Assoziationsspiel. Was fällt Dir bei dieser Zahl ein? Historiker denken (vielleicht) an das Ende des Kriegs der zwischen dem Römischen Reich und den Parthern. Kaiser Macrinus erkaufte damals mit hohen Tributzahlungen den IV Friedensvertrag von Artabanos.
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