Der Mercedes-Benz SL der Baureihe R 129 feiert vor 30 Jahren auf dem Genfer Automobil-Salon Premiere. Er ist ein Technologieträger: Innovationen wie den automatisch ausklappenden Überrollbügel, Integralsitze und das Adaptive Dämpfungssystem ADS bringt er in die Serie. Das ebenso sportliche wie komfortable Modell bleibt über eine zwölfjährige Produktionszeit hinweg stets modern und attraktiv. Heute sind die SL der Baureihe R 129 begehrte Youngtimer – und ALL TIME STARS, der eigene Fahrzeughandel von Mercedes-Benz Classic, hat regelmäßig besonders attraktive Fahrzeuge im Angebot.

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November 1982: Der Besuch von Papst Johannes Paul II. in Barcelona und Madrid steht unmittelbar bevor. Da geht bei SEAT ein Anruf aus dem Vatikan ein. Es gibt ein Problem: Das Fahrzeug, das der Papst bei seinen öffentlichen Auftritten nutzen soll, passt nicht durch die Tore der Fußballstadien Camp Nou und Santiago Bernabéu. Hier sollen aber die wichtigsten Papstmessen der Spanien-Tour abgehalten werden. Ein neues Auto muss her – und zwar dringend. In Rekordzeit funktionieren die SEAT Ingenieure daher innerhalb weniger Tage einen Panda in ein neues Papamobil um. Der Papstbesuch ist gerettet.

Ein Feuer bricht aus

Dieses historische Modell befindet sich heute im Gebäude A122 des Zona-Franca-Werks und ist Teil der SEAT Oldtimer-Sammlung. Doch am 11. Februar diesen Jahres wären das Papamobil und andere wertvolle Stücke der Sammlung beinahe den Flammen zum Opfer gefallen. Nur dem schnellen und entschlossenen Handeln von SEAT Mitarbeitern, der Feuerwehr Barcelona und anderen Ersthelfern ist es zu verdanken, dass niemand verletzt wurde und die gesamte Sammlung das Feuer unbeschadet überstanden hat.

„Das Feuer brach in einem Nachbargebäude aus. Wir wurden durch den Alarm darauf aufmerksam und haben die Flammen zunächst mit unseren Löschschläuchen bekämpft. Der SEAT Sicherheits- und Rettungsdienst sowie die Feuerwehr Barcelona waren schnell zur Stelle und haben übernommen“, erinnert sich Isidre López. „Für mich sind sie Helden. Alle Beteiligten haben an diesem Tag Unglaubliches geleistet.“

Glück im Unglück

Nach welchen Kriterien entscheidet man, welche Fahrzeuge in einem solchen Notfall zuerst in Sicherheit gebracht werden? „Als Erstes haben wir die Fahrzeuge am Eingang entfernt, damit die Feuerwehr Platz zum Arbeiten hatte. Dann haben wir die größten Rennwagen rausgeholt und direkt danach das Papamobil, das sich in unmittelbarer Nähe des Feuers befand. Da es oben offen ist, konnte es nur von einer Person nach draußen geschoben werden. Wir hatten Glück im Unglück!“, erzählt er.

Am Ende konnten alle 317 Fahrzeuge gerettet werden, darunter auch das erste offizielle Rallye-Auto, das von Rennlegende Carlos Sainz gefahren wurde, das vorletzte Produktionsmodell des 600 sowie das elektrische Sondermodell des Toledo, das speziell für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona angefertigt wurde.

Im Gebäude A122 befindet sich also nicht nur das historische Erbe des Automobilherstellers, sondern auch ein Stück der Geschichte Spaniens. Dem schnellen Handeln aller Beteiligten an diesem Tag ist es zu verdanken, dass dieses Vermächtnis auch für nachfolgende Generationen bewahrt werden konnte.

Einige der Schmuckstücke der SEAT Oldtimer-Sammlung:

  • 1400 (1953): der erste SEAT
  • 1400 Visitas (1953): bei der Einweihung des Werks in Zona Franca genutzt
  • Der ein millionste SEAT: ein SEAT 124
  • Formula 1430 (1971): das älteste Rennwagenmodell in der Halle
  • Der erste je hergestellte 127 (1972): auf Platz 3 der Verkaufsschlager, hinter dem Ibiza und dem Leon
  • Das vorletzte Produktionsmodell des 600 (1973): das Auto, das die Spanier mobil machte
  • Panda Gruppe 2 (1982): das erste offizielle Rallye-Auto, das von Carlos Sainz gefahren wurde
  • Panda Papamobil (1982): das Auto, das Papst Johannes Paul II. sicher durch Spanien beförderte
  • Ronda (1982): das Modell, das SEAT vor dem Wettbewerbsgericht zum Sieg verhalf
  • Der erste je gebaute SEAT Ibiza (1984)
  • Das Ibiza Cabrio (1986), das nie auf den Markt kam
  • Der Ibiza Bimotor (1986)
  • Der Toledo für die Olympischen Spiele in Barcelona (1992): das erste Elektro-Auto
  • Ibiza Kit Car (1996, 1997 und 1998): dreifacher Rallye-Weltmeister in der 2-Liter-Klasse
  • Tango (2001): ein Zweisitzer Concept Car
  • Leon WTCC: Weltmeister in der Hersteller- und Fahrerwertung (2008 und 2009)
  • IBX (2011): ein Vorgeschmack auf die künftige SUV-Reihe

Stuttgart. Unter dem Motto „First Of Its Kind“ stellt Recaro auf der Retro Classics in Stuttgart in diesem Jahr Produkte aus der mehr als 100-jährigen Firmengeschichte vor, die die ersten ihrer Art waren. In Halle 1, Stand 1B53.2, präsentiert das Unternehmen vom 7. bis 10. März 2019 dabei nicht nur Auto-, Kinder- und Flugzeugsitze, sondern auch das aktuellste Produkthighlight: den ersten Gaming Seat der Marke, der 2019 seinen Marktstart feiert.

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Ford stellt bei der zweiten Auflage der Retro Classics Cologne zwei besondere Jubiläen in den Mittelpunkt seiner Ausstellungsfläche in Halle 6 der Köln Messe: den Ford Escort und die RS-Familie der Traditionsmarke. Beide feiern 2018 ihren 50. Geburtstag, beide blicken im wahrsten Sinne des Wortes auf eine ebenso bewegte wie bewegende Vergangenheit zurück. Während der ikonische Escort nach drei Jahrzehnten das letzte Kapitel seiner Modellhistorie geschrieben und den Stab an seinen Nachfolger weitergereicht hat, den Ford Focus, eilt die aufregende RS-Story bis heute zu immer neuen Höhepunkten. Mit mehr als 16 Exponaten aus der eigenen Classic Car-Sammlung sowie von befreundeten Sammlern wirft der Kölner Autohersteller einen abwechslungsreichen und kurzweiligen Blick auf diese automobile Geschichte zurück. Dabei reicht die Palette der Ausstellungsstücke von einem der ersten Ford Escort noch aus britischer Produktion über den besonders seltenen Ford RS200 und den Escort RS Cosworth bis hin zu Rennversion des Ford Capri RS und Sierra RS Cosworth. Weiterlesen

Mladá Boleslav – Zum 100. Gründungsjubiläum der Tschechoslowakei präsentiert ŠKODA AUTO mit dem ŠKODA 860 ein frisch restauriertes Juwel seines Museumsbestandes. Das Ausstellungsstück von 1932 ist das einzige erhaltene Cabriolet der Baureihe und zeugt von den frühen Glanzzeiten des tschechischen Automobilherstellers. Das luxuriöse Fahrzeug setzte seinerzeit Maßstäbe bei Ausstattung, Fahrkomfort und Leistung. Der laufruhige Achtzylinder-Reihenmotor beeindruckte damals durch seine hohe Elastizität. Ab sofort ist der ŠKODA 860 Teil der Dauerausstellung im ŠKODA Museum in Mladá Boleslav. Weiterlesen

Rüsselsheim.  Opel gehört zu den traditionsreichsten Fahrzeugherstellern der Welt. Im kommenden Jahr feiert die Marke 120 Jahre Automobilbau. 1899 – vier Jahre nach dem Tod des Firmengründers Adam Opel – startete Sophie Opel auf den Rat ihrer Söhne Carl, Wilhelm und Friedrich die Automobilproduktion. Was in einer Werkstatt in Rüsselsheim am Main mit insgesamt 65 handgefertigten Opel Patentmotorwagen „System Lutzmann“ begann, wurde zum Massenphänomen mit bis heute mehr als 70 Millionen gebauten Fahrzeugen. Dabei hatte Opel sich von der ersten Minute an auf die Fahnen geschrieben, Autos möglichst effizient zu produzieren und damit für weite Kreise erschwinglich zu machen. So startete Opel als erster deutscher Hersteller bereits 1924 mit der besonders wirtschaftlichen Fließbandproduktion, wodurch der Opel 4/12 PS „Laubfrosch“ sowie alle späteren Opel 4 PS-Varianten zu Verkaufshits wurden. Mit dem Opel P4 und dem Kadett (bereits mit selbsttragender Karosserie) produzierten die Rüsselsheimer schon in den Dreißigerjahren echte, technologisch führende Volksautos. Made in Germany und deutscher Ingenieursgeist wurden bezahl- und erfahrbar. Dieser Demokratisierung von Mobilität blieb Opel selbst beim Sportwagenbau treu: 1968 erschien mit dem Opel GT ein sündhaft schöner Traumwagen, den man sich tatsächlich leisten konnte.

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