Der Mercedes-Benz SL der Baureihe R 129 feiert vor 30 Jahren auf dem Genfer Automobil-Salon Premiere. Er ist ein Technologieträger: Innovationen wie den automatisch ausklappenden Überrollbügel, Integralsitze und das Adaptive Dämpfungssystem ADS bringt er in die Serie. Das ebenso sportliche wie komfortable Modell bleibt über eine zwölfjährige Produktionszeit hinweg stets modern und attraktiv. Heute sind die SL der Baureihe R 129 begehrte Youngtimer – und ALL TIME STARS, der eigene Fahrzeughandel von Mercedes-Benz Classic, hat regelmäßig besonders attraktive Fahrzeuge im Angebot.

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2019 feiert Mercedes-Benz runde Geburtstage der Unternehmensgründer Gottlieb Daimler und Carl Benz: Daimler wird vor 185 Jahren am 17. März 1834 in Schorndorf geboren. Benz kommt vor 175 Jahren am 25. November 1844 in Mühlburg bei Karlsruhe zur Welt. Die Daimler AG macht heute mit Gedächtnisstätten das Lebenswerk der beiden Automobilpioniere erlebbar.

Stuttgart. Die Erfinder des Automobils werden Mitte des 19. Jahrhunderts in Süddeutschland geboren: Gottlieb Daimler kommt vor 185 Jahren am 17. März 1834 als Sohn des Bäckers Johannes Deumler (so lautet die ältere Schreibweise des Familiennamens) und seiner Frau Wilhelmine Friederike in Schorndorf zur Welt, rund 20 Kilometer östlich von Stuttgart. Vor 175 Jahren und damit zehn Jahre später wird Carl Benz in Mühlburg bei Karlsruhe als Sohn von Johann Georg Benz, Lokomotivführer der 1840 gegründeten Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen, und der Dienstmagd Josephine Vaillant geboren. Die Eltern heiraten 1845. Der Vater legt Carl Benz die Begeisterung für die Mobilität quasi in die Wiege, stirbt aber bereits 1846 an einer Lungenentzündung.

Vom Bäckersohn zum weltläufigen Ingenieur

Wissensdurst, Weltoffenheit und Weitsicht prägen die Biografien von Daimler und Benz schon ab der Kindheit. Gottlieb Daimler besucht die Lateinschule und sonntags zusätzlich die Zeichenschule in Schorndorf. Große Erfahrungen in Präzisionsmechanik sammelt er danach als Lehrling eines Büchsenmachers. Nach seiner 1852 abgelegten Gesellenprüfung besucht Daimler die Gewerbliche Fortbildungsschule in Stuttgart. Der württembergische Regierungsrat Ferdinand Steinbeis vermittelt ihm danach eine Stelle im Elsass, wo Daimler auch theoretischen Unterricht zur Vorbereitung auf das Studium erhält. Nach dem erfolgreichen Studienabschluss arbeitet der junge Ingenieur Anfang der 1860er-Jahre zunächst in Paris und lernt bei Aufenthalten in Olham, Leeds, Manchester und Coventry die britische Maschinenbauindustrie kennen. Als Werkstätteninspektor in Reutlingen trifft er 1864 seinen späteren Weggefährten Wilhelm Maybach. 1867 heiratet Daimler Emma Kurtz aus Maulbronn. 1868 tritt er als Werkstättenvorsteher in Karlsruhe seine erste Führungsposition an.

Mit Technikbegeisterung früh zum Studium

Josephine Benz ermöglicht ihrem Sohn Carl (getauft wird er auf den Namen Karl Friedrich Michael, entscheidet sich selbst aber später für die Schreibweise des Vornamens mit „C“) den Besuch des Gymnasiums und finanziert anschließend sein Studium. Bereits im Alter von 16 Jahren wechselt der technikbegeisterte Carl ans Polytechnikum in Karlsruhe und studiert Maschinenbau. Nach dem Studium arbeitet er unter anderem als Schlosser, Zeichner, Werkmeister und Konstrukteur von Eisenbrücken. 1871 gründet Benz mit August Ritter ein eigenes Unternehmen in Mannheim.

Das erste Automobil

Mit Hilfe seiner Braut Bertha Ringer (die beiden heiraten 1872) kann Benz nach geschäftlichen Differenzen seinen Partner auszahlen. Ab 1878 beschäftigt er sich mit dem Gasmotor als Stationärantrieb und als Kraftquelle für ein künftiges Fahrzeug ohne Pferde. Das 1883 gegründete Unternehmen „Benz & Cie. Rheinische Gasmotoren-Fabrik Mannheim“ hat zunächst Erfolg mit dem Verkauf des stationären Zweitaktmotors „System Benz“. Der Erfinder arbeitet aber bereits am leichten Viertaktmotor als Automobilantrieb. Wegweisend ist dabei die ganzheitliche Konstruktion von Motor und Fahrzeug als schlüssiges Gesamtsystem. So entsteht der Motorwagen, den Benz am 29. Januar 1886 als „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ beim Kaiserlichen Patentamt zum Patent anmeldet. Die Patentschrift zum DRP 37435 gilt als Geburtsurkunde des Automobils.

Daimler und der Viertaktmotor

Zeitgleich mit Benz arbeitet auch Gottlieb Daimler an der Mobilität der Zukunft. Im Jahr 1872 hat ihn die Gasmotoren-Fabrik Deutz AG zum technischen Direktor berufen. Daimler und Maybach, der ihm ins Rheinland gefolgt ist, bauen in Deutz eine rentable Großserienproduktion für Stationärmotoren auf und entwickeln den von Gründer Nicolaus August Otto erfundenen Viertaktmotor zur Serienreife. Allerdings gibt es immer wieder Differenzen mit Otto, und Daimler verlässt das Unternehmen schießlich im Juni 1882. Bereits im Frühjahr des Jahres hat er eine Villa in Cannstatt bei Stuttgart gekauft. Deren Gewächshaus lässt er durch einen Backsteinanbau vergrößern, um dort eine Versuchswerkstatt einzurichten. Hier entwickelt er zusammen mit Maybach seinen schnellaufenden Viertaktmotor als Antrieb für Kutschen, Schienenfahrzeuge, Boote und Luftschiffe. In diesem Rahmen erhält er Patente auf einen Motor mit ungesteuerter Glührohrzündung und die Ventilsteuerung (beide 1883). Die Daimler-Motoren erreichen bald Drehzahlen von bis zu 600/min, mehr als das Dreifache des bis dahin üblichen Drehzahlbereichs. Der berühmte Einzylindermotor mit dem Spitznamen „Standuhr“ entsteht 1884, wird 1885 als „Gas- bezw. Petroleum-Kraftmaschine“ zum Patent angemeldet und im selben Jahr in den „Reitwagen“ eingebaut, ein Motorrad mit hölzernem Rahmen. 1886 entsteht schließlich die Motorkutsche, das erste Vierrad-Benzin-Automobil der Welt.

1890 wird in Cannstatt die Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) gegründet. zu den wichtigsten Märkten gehört Frankreich, wo Zweizylinder-V-Motoren nach Daimler-Lizenz gebaut werden. Daimler selbst wird 1894 aus dem Unternehmen gedrängt, 1895 zurückgeholt und wird 1897 Vorsitzender des Aufsichtsrats der DMG. Er stirbt am 6. März 1900.

Carl Benz entwickelt den Patent-Motorwagen weiter. Auch er erfährt das größte Interesse für seine Erfindung zunächst in Frankreich. Benz beendet Anfang 1903 seine aktive Tätigkeit bei Benz & Cie. und wird 1904 in den Aufsichtsrat berufen. 1906 gründet er an seinem Wohnsitz Ladenburg das Unternehmen „Carl Benz Söhne“. Carl Benz wird mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt und stirbt hochbetagt am 4. April 1929 – und damit vor 90 Jahren – in Ladenburg.

Orte der Erinnerung

Verschiedene Orte erinnern an das Leben der beiden Automobilpioniere:

  • Gottlieb Daimlers Geburtshaus in Schorndorf erwirbt die damalige Daimler-Benz AG 1979 und macht es 1981 nach einer aufwendigen Restaurierung der Öffentlichkeit zugänglich. Eine Ausstellung zeigt Modelle, Dokumente und weitere Exponate zu Daimler und seinem Wirken.
  • Das Carl-Benz-Haus in Ladenburg ist von 1905 an Wohnsitz der Familie. Es wird 1985 von der Daimler-Benz AG gekauft. Seit 1986 ist es Sitz der „Gottlieb Daimler und Karl Benz Stiftung“.
  • Die Versuchswerkstatt im Gewächshaus des Gartenhauses der Daimler-Villa in Cannstatt wird 1940 als Gedenkstätte eröffnet und 1984 restauriert. Seitdem ist in der Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte ein kleines Museum eingerichtet.

November 1982: Der Besuch von Papst Johannes Paul II. in Barcelona und Madrid steht unmittelbar bevor. Da geht bei SEAT ein Anruf aus dem Vatikan ein. Es gibt ein Problem: Das Fahrzeug, das der Papst bei seinen öffentlichen Auftritten nutzen soll, passt nicht durch die Tore der Fußballstadien Camp Nou und Santiago Bernabéu. Hier sollen aber die wichtigsten Papstmessen der Spanien-Tour abgehalten werden. Ein neues Auto muss her – und zwar dringend. In Rekordzeit funktionieren die SEAT Ingenieure daher innerhalb weniger Tage einen Panda in ein neues Papamobil um. Der Papstbesuch ist gerettet.

Ein Feuer bricht aus

Dieses historische Modell befindet sich heute im Gebäude A122 des Zona-Franca-Werks und ist Teil der SEAT Oldtimer-Sammlung. Doch am 11. Februar diesen Jahres wären das Papamobil und andere wertvolle Stücke der Sammlung beinahe den Flammen zum Opfer gefallen. Nur dem schnellen und entschlossenen Handeln von SEAT Mitarbeitern, der Feuerwehr Barcelona und anderen Ersthelfern ist es zu verdanken, dass niemand verletzt wurde und die gesamte Sammlung das Feuer unbeschadet überstanden hat.

„Das Feuer brach in einem Nachbargebäude aus. Wir wurden durch den Alarm darauf aufmerksam und haben die Flammen zunächst mit unseren Löschschläuchen bekämpft. Der SEAT Sicherheits- und Rettungsdienst sowie die Feuerwehr Barcelona waren schnell zur Stelle und haben übernommen“, erinnert sich Isidre López. „Für mich sind sie Helden. Alle Beteiligten haben an diesem Tag Unglaubliches geleistet.“

Glück im Unglück

Nach welchen Kriterien entscheidet man, welche Fahrzeuge in einem solchen Notfall zuerst in Sicherheit gebracht werden? „Als Erstes haben wir die Fahrzeuge am Eingang entfernt, damit die Feuerwehr Platz zum Arbeiten hatte. Dann haben wir die größten Rennwagen rausgeholt und direkt danach das Papamobil, das sich in unmittelbarer Nähe des Feuers befand. Da es oben offen ist, konnte es nur von einer Person nach draußen geschoben werden. Wir hatten Glück im Unglück!“, erzählt er.

Am Ende konnten alle 317 Fahrzeuge gerettet werden, darunter auch das erste offizielle Rallye-Auto, das von Rennlegende Carlos Sainz gefahren wurde, das vorletzte Produktionsmodell des 600 sowie das elektrische Sondermodell des Toledo, das speziell für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona angefertigt wurde.

Im Gebäude A122 befindet sich also nicht nur das historische Erbe des Automobilherstellers, sondern auch ein Stück der Geschichte Spaniens. Dem schnellen Handeln aller Beteiligten an diesem Tag ist es zu verdanken, dass dieses Vermächtnis auch für nachfolgende Generationen bewahrt werden konnte.

Einige der Schmuckstücke der SEAT Oldtimer-Sammlung:

  • 1400 (1953): der erste SEAT
  • 1400 Visitas (1953): bei der Einweihung des Werks in Zona Franca genutzt
  • Der ein millionste SEAT: ein SEAT 124
  • Formula 1430 (1971): das älteste Rennwagenmodell in der Halle
  • Der erste je hergestellte 127 (1972): auf Platz 3 der Verkaufsschlager, hinter dem Ibiza und dem Leon
  • Das vorletzte Produktionsmodell des 600 (1973): das Auto, das die Spanier mobil machte
  • Panda Gruppe 2 (1982): das erste offizielle Rallye-Auto, das von Carlos Sainz gefahren wurde
  • Panda Papamobil (1982): das Auto, das Papst Johannes Paul II. sicher durch Spanien beförderte
  • Ronda (1982): das Modell, das SEAT vor dem Wettbewerbsgericht zum Sieg verhalf
  • Der erste je gebaute SEAT Ibiza (1984)
  • Das Ibiza Cabrio (1986), das nie auf den Markt kam
  • Der Ibiza Bimotor (1986)
  • Der Toledo für die Olympischen Spiele in Barcelona (1992): das erste Elektro-Auto
  • Ibiza Kit Car (1996, 1997 und 1998): dreifacher Rallye-Weltmeister in der 2-Liter-Klasse
  • Tango (2001): ein Zweisitzer Concept Car
  • Leon WTCC: Weltmeister in der Hersteller- und Fahrerwertung (2008 und 2009)
  • IBX (2011): ein Vorgeschmack auf die künftige SUV-Reihe

Auf der diesjährigen Retro Classic (07. – 10. März) präsentiert Brunold Automobile auf zwei Ständen Historie und Gegenwart zweier großer und sehr emotionaler Marken: Jeep und Alfa Romeo.

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50 Jahre Ford Capri: Diese Baureihe hat es geschafft, im Verlauf von fünf Jahrzehnten ohne Verlust von Anmut und Spannkraft vom populären Alltagssportwagen für Jedermann zum begehrten Klassiker zu reifen. Das lag vor allem an der Art Magie, die entsteht, wenn Einfachheit und Schönheit sich zu etwas Greif- und Begreifbarem verbinden und einem Objekt Seele und Charakter verleihen. Das ist das Holz, aus dem der Capri geschnitzt ist. Mit seinen betörenden Formen weckte er Begehrlichkeiten und Träume, die sich auch nach dem Aufwachen noch erfüllen ließen. Träume mit Bodenhaftung eben. Nachfolgend die wichtigsten Stationen aus dem „Leben“ eines Publikumslieblings. 

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