Eintausend Meilen pure Faszination und Passion: Das ist die 1000 Miglia. In diesem Jahr findet die Gleichmäßigkeitsfahrt auf den Spuren des legendären Straßenrennens vom 15. bis 18. Mai 2019 statt. Mercedes-Benz nimmt mit zahlreichen Klassikern teil und feiert so zugleich „125 Jahre Motorsport“. Dieses Jubiläum erinnert an die erste Automobilwettfahrt der Geschichte im Jahr 1894 von Paris nach Rouen, gewonnen von Automobilen mit Daimler-Motoren.

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Rüsselsheim.  Opel bringt seine Oldtimer-Stars an den Start der 8. Paul Pietsch Classic (24. bis 25. Mai). Der Hersteller feiert mit Zuschauern und Teilnehmern 120 Jahre Automobilbau und fährt dafür groß auf. Bei der Schwarzwald-Rallye rund um Offenburg sind die KAD-Modelle Kapitän B, Admiral B und Diplomat B genauso dabei wie die Coupé-Klassiker Manta A, Opel GT und Monza. Der Jüngste im Team von Opel Classic ist ein flinker Opel Corsa GSi, Baujahr 1990, der sich auf Familienzuwachs freut, denn noch in diesem Jahr wird die nächste Corsa-Generation ihre Premiere feiern. Diese basiert auf einer komplett neuen Leichtbaukonstruktion – Ausgangspunkt für eine deutliche Effizienzsteigerung. Egal ob mit Benzin- und Dieselmotoren oder erstmals in einer rein elektrischen Version. Solch effiziente und sportliche Fahrzeuge haben dem Namensgeber der Oldtimer-Rallye stets gefallen. „Aus der Liebe zum Motorsport ist alles entstanden“ war das Motto von Paul Pietsch, dem im Alter von 100 Jahren verstorbenen Rennfahrer und Verleger.

Made in Germany seit 1899: Opel baut seit 120 Jahren Autos

Opel gehört zu den traditionsreichsten Fahrzeugherstellern der Welt. 1899 – vier Jahre nach dem Tod des Firmengründers Adam Opel – startete Sophie Opel auf den Rat ihrer Söhne Carl, Wilhelm und Friedrich die Automobilproduktion. Was in einer Werkstatt in Rüsselsheim am Main mit insgesamt 65 handgefertigten Opel Patentmotorwagen „System Lutzmann“ begann, wurde zum Massenphänomen mit bis heute mehr als 70 Millionen gebauten Fahrzeugen. Dabei hatte Opel sich von der ersten Minute an auf die Fahnen geschrieben, Autos möglichst effizient zu produzieren und damit für weite Kreise erschwinglich zu machen. So startete Opel als erster deutscher Hersteller bereits 1924 mit der besonders wirtschaftlichen Fließbandproduktion, wodurch der Opel 4/12 PS „Laubfrosch“ sowie alle späteren Opel 4 PS-Varianten zu Verkaufshits wurden. Mit dem Opel P4 und dem Kadett (bereits mit selbsttragender Karosserie) produzierten die Rüsselsheimer schon in den Dreißigerjahren echte, technologisch führende Volksautos. Made in Germany und deutscher Ingenieursgeist wurden bezahl- und erfahrbar. Dieser Demokratisierung von Mobilität blieb Opel selbst beim Sportwagenbau treu: 1968 erschien mit dem Opel GT ein sündhaft schöner Traumwagen, den man sich tatsächlich leisten konnte.

Seit den Fünfzigern startete die Marke in allen Fahrzeugklassen durch – Modelle wie Opel Kadett, Rekord und Kapitän prägten die Zeit von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder. Es folgten Stilikonen wie Opel GT, Manta und Monza. In den Achtzigern und Neunzigern wurden Corsa, Astra und Zafira zu Bestsellern und zugleich zu Symbolen der deutschen Wiedervereinigung. Nach dem Mauerfall und der Werksgründung in Eisenach war der Run auf die Marke mit dem Blitz besonders groß. Zwischen 1991 und 1998 wurde die erste Generation des Astra 4,2 Millionen Mal gebaut – das meistproduzierte Opel-Modell aller Zeiten! Bis heute steht der Rüsselsheimer Hersteller fest in der Mitte der Gesellschaft und bietet Technologien in allen Segmenten, die ansonsten teuren Premiumfahrzeugen vorbehalten sind. Typisch Opel sind beispielsweise das adaptive LED® Matrix-Licht schon beim kompakten Astra (Europäisches Auto des Jahres 2016), beim Flaggschiff Insignia und demnächst beim neuen Corsa, die AGR-zertifizierten, ergonomischen Aktiv-Sitze (ab Crossland X) oder umfangreiche Assistenzsysteme für ein Plus an Sicherheit und Komfort (alle Baureihen).

Vom Olympia Rekord bis zu den KAD-Modellen

Der erste komplett neu konstruierte Opel nach dem Krieg heißt Olympia Rekord. Mit Pontonkarosserie und verchromtem Haifischmaul läutet der Newcomer 1953 eine neue Zeit ein. Das Design zitiert den Stil der großen US-Limousinen – genau das Richtige für das einsetzende Wirtschaftswunder. Wer erfolgreich ist, möchte dies auch wieder zeigen. Mit dem Olympia Rekord Caravan taucht noch dazu eine neue Fahrzeuggattung auf – der Lifestyle-Kombi für die ganze Familie. Weiter geht es die Erfolgsleiter hinauf: Ein völlig neuer Opel Kapitän startet 1954, der Opel Rekord P2 kommt 1960, der Rekord A folgt bereits 1963 – mit Scheibenbremsen und kurz darauf sogar als Sechszylinder. Ob als Coupé, Kombi oder Limousine – der Mittelklasse-Rekord wird zum Inbegriff der neuen Mittelschicht in der noch jungen Bundesrepublik. Bis 1965 produziert Opel 882.433 Rekord A. Mit diesem Erfolg steht die Tür weit offen für die „Großen Drei“: 1964 tritt das Dreigespann Kapitän, Admiral und Diplomat in der Oberklasse an. Bei der B-Generation dieser so genannten KAD-Modelle sorgt die legendäre De-Dion-Hinterachse für einzigartigen Fahrkomfort. 1968 führt Opel bei allen Pkw-Modellen die Sicherheitslenksäule ein. Innovationen für einen immer dichter werdenden Verkehr.

Von Opel GT bis Calibra

Im Juni 1964 eröffnet Opel als erster europäischer Hersteller ein modernes Designstudio in Rüsselsheim. Bereits auf der IAA 1965 feiert mit dem Experimental GT das erste Konzeptfahrzeug eines europäischen Automobilbauers Weltpremiere. Nur drei Jahre später steht der serienreife Opel GT beim Händler – die Geburt einer Sportwagenlegende. Dank Großserientechnik für viele erschwinglich, wird der GT ein Hit. Diesem Muster folgen die Rüsselsheimer weiter. Der Manta startet 1970 und teilt sich die Technik mit dem Ascona – genau wie der Calibra ab 1989 mit dem Vectra.

Hannover / Essen, 5. April 2019 – Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) feiert auf der 31. Techno-Classica in Essen den 40. Geburtstag des T3. 1979 kam die dritte Generation des Kulttransporters auf den Markt. Mehr als 1,3 Millionen Exemplare wurden gebaut. Zwei davon stehen auf der Techno-Classica (10. bis 14. April) besonders im Fokus: ein aufwendig restaurierter 82er Bus aus Familienbesitz und ein 92er Limited Last Edition als eines der letzten in Europa gebauten Fahrzeuge der Serie. Eine Brücke in die 50er Jahre schlägt indes ein völlig anderes Highlight auf dem Stand von Volkswagen Nutzfahrzeuge: der erste T1, der als Radarblitzer im Straßenverkehr eingesetzt wurde.

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Frankfurt, im April 2019 – Mit dem neu eröffneten „Heritage HUB“ intensiviert Fiat Chrysler Automobiles (FCA) seine Aktivitäten rund um die Historie der italienischen Marken der Gruppe. Das Multifunktionsgebäude mit einer Nutzflä­che von 15.000 Quadratmetern dient dabei nicht nur als Hauptquartier für Verwaltung, Vertrieb und Ser­vice sowie die Ausbildung. Eine zentrale Halle ist außerdem Ausstellungen mit klassischen Fahrzeugen von Abarth, Fiat und Lancia sowie auch Alfa Romeo vorbehalten.

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November 1982: Der Besuch von Papst Johannes Paul II. in Barcelona und Madrid steht unmittelbar bevor. Da geht bei SEAT ein Anruf aus dem Vatikan ein. Es gibt ein Problem: Das Fahrzeug, das der Papst bei seinen öffentlichen Auftritten nutzen soll, passt nicht durch die Tore der Fußballstadien Camp Nou und Santiago Bernabéu. Hier sollen aber die wichtigsten Papstmessen der Spanien-Tour abgehalten werden. Ein neues Auto muss her – und zwar dringend. In Rekordzeit funktionieren die SEAT Ingenieure daher innerhalb weniger Tage einen Panda in ein neues Papamobil um. Der Papstbesuch ist gerettet.

Ein Feuer bricht aus

Dieses historische Modell befindet sich heute im Gebäude A122 des Zona-Franca-Werks und ist Teil der SEAT Oldtimer-Sammlung. Doch am 11. Februar diesen Jahres wären das Papamobil und andere wertvolle Stücke der Sammlung beinahe den Flammen zum Opfer gefallen. Nur dem schnellen und entschlossenen Handeln von SEAT Mitarbeitern, der Feuerwehr Barcelona und anderen Ersthelfern ist es zu verdanken, dass niemand verletzt wurde und die gesamte Sammlung das Feuer unbeschadet überstanden hat.

„Das Feuer brach in einem Nachbargebäude aus. Wir wurden durch den Alarm darauf aufmerksam und haben die Flammen zunächst mit unseren Löschschläuchen bekämpft. Der SEAT Sicherheits- und Rettungsdienst sowie die Feuerwehr Barcelona waren schnell zur Stelle und haben übernommen“, erinnert sich Isidre López. „Für mich sind sie Helden. Alle Beteiligten haben an diesem Tag Unglaubliches geleistet.“

Glück im Unglück

Nach welchen Kriterien entscheidet man, welche Fahrzeuge in einem solchen Notfall zuerst in Sicherheit gebracht werden? „Als Erstes haben wir die Fahrzeuge am Eingang entfernt, damit die Feuerwehr Platz zum Arbeiten hatte. Dann haben wir die größten Rennwagen rausgeholt und direkt danach das Papamobil, das sich in unmittelbarer Nähe des Feuers befand. Da es oben offen ist, konnte es nur von einer Person nach draußen geschoben werden. Wir hatten Glück im Unglück!“, erzählt er.

Am Ende konnten alle 317 Fahrzeuge gerettet werden, darunter auch das erste offizielle Rallye-Auto, das von Rennlegende Carlos Sainz gefahren wurde, das vorletzte Produktionsmodell des 600 sowie das elektrische Sondermodell des Toledo, das speziell für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona angefertigt wurde.

Im Gebäude A122 befindet sich also nicht nur das historische Erbe des Automobilherstellers, sondern auch ein Stück der Geschichte Spaniens. Dem schnellen Handeln aller Beteiligten an diesem Tag ist es zu verdanken, dass dieses Vermächtnis auch für nachfolgende Generationen bewahrt werden konnte.

Einige der Schmuckstücke der SEAT Oldtimer-Sammlung:

  • 1400 (1953): der erste SEAT
  • 1400 Visitas (1953): bei der Einweihung des Werks in Zona Franca genutzt
  • Der ein millionste SEAT: ein SEAT 124
  • Formula 1430 (1971): das älteste Rennwagenmodell in der Halle
  • Der erste je hergestellte 127 (1972): auf Platz 3 der Verkaufsschlager, hinter dem Ibiza und dem Leon
  • Das vorletzte Produktionsmodell des 600 (1973): das Auto, das die Spanier mobil machte
  • Panda Gruppe 2 (1982): das erste offizielle Rallye-Auto, das von Carlos Sainz gefahren wurde
  • Panda Papamobil (1982): das Auto, das Papst Johannes Paul II. sicher durch Spanien beförderte
  • Ronda (1982): das Modell, das SEAT vor dem Wettbewerbsgericht zum Sieg verhalf
  • Der erste je gebaute SEAT Ibiza (1984)
  • Das Ibiza Cabrio (1986), das nie auf den Markt kam
  • Der Ibiza Bimotor (1986)
  • Der Toledo für die Olympischen Spiele in Barcelona (1992): das erste Elektro-Auto
  • Ibiza Kit Car (1996, 1997 und 1998): dreifacher Rallye-Weltmeister in der 2-Liter-Klasse
  • Tango (2001): ein Zweisitzer Concept Car
  • Leon WTCC: Weltmeister in der Hersteller- und Fahrerwertung (2008 und 2009)
  • IBX (2011): ein Vorgeschmack auf die künftige SUV-Reihe

Rüsselsheim.  Opel gehört zu den traditionsreichsten Fahrzeugherstellern der Welt. Im kommenden Jahr feiert die Marke 120 Jahre Automobilbau. 1899 – vier Jahre nach dem Tod des Firmengründers Adam Opel – startete Sophie Opel auf den Rat ihrer Söhne Carl, Wilhelm und Friedrich die Automobilproduktion. Was in einer Werkstatt in Rüsselsheim am Main mit insgesamt 65 handgefertigten Opel Patentmotorwagen „System Lutzmann“ begann, wurde zum Massenphänomen mit bis heute mehr als 70 Millionen gebauten Fahrzeugen. Dabei hatte Opel sich von der ersten Minute an auf die Fahnen geschrieben, Autos möglichst effizient zu produzieren und damit für weite Kreise erschwinglich zu machen. So startete Opel als erster deutscher Hersteller bereits 1924 mit der besonders wirtschaftlichen Fließbandproduktion, wodurch der Opel 4/12 PS „Laubfrosch“ sowie alle späteren Opel 4 PS-Varianten zu Verkaufshits wurden. Mit dem Opel P4 und dem Kadett (bereits mit selbsttragender Karosserie) produzierten die Rüsselsheimer schon in den Dreißigerjahren echte, technologisch führende Volksautos. Made in Germany und deutscher Ingenieursgeist wurden bezahl- und erfahrbar. Dieser Demokratisierung von Mobilität blieb Opel selbst beim Sportwagenbau treu: 1968 erschien mit dem Opel GT ein sündhaft schöner Traumwagen, den man sich tatsächlich leisten konnte.

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Very british – Jaguar Mark VII

Der Jaguar Mark VII ist eine typisch britische Luxus-Limousine. Ein Auto, wie es es heute allenfalls noch bei Rolls-Royce zu kaufen gibt. (Kennt Ihr übrigens schon unser Projekt #pommesdeluxe, in dem wir mit einem Rolls-Royce Ghost unterwegs waren?)

Doch zurück zum Jaguar. Als ich den vor einiger Zeit bei einem Oldtimer-Rennen in Silverstone über die Strecke flitzen sah, hielt ich das für ziemlich splee­nig, wie wir Norddeutschen so sagen. Denn mir war gar nicht bekannt was für eine eindrucksvolle Renngeschichte der Jaguar Mark VII hat.

Jaguar Mark VII im Rennsport-Einsatz - gesehen in Silverstone

Jaguar Mark VII

Jaguar trat mit dem Schwergewicht bei Tourenwagen-Rennen an. Die Beschäftigung von Piloten wie dem späteren Formel-1-Weltmeister Mike Hawthorn oder Stirling Moss als Werksfahrer verdeutlicht, dass das ein ernsthaftes Rennprojekt war.

Und der Jaguar Mark VII war erfolgreich!

Denn Jaguar dominierte mit dem Mark VII die „Daily Express International Trophy“ für Tourenwagen. Fünfmal gewann Jaguar das Rennen von 1952 bis 1956 ununterbrochen. Dazu siegte der Jaguar Mark VII auch 1956 bei der Rallye Monte Carlo. Und trat sogar, wenn letztlich auch nicht erfolgreich, in der Nascar an.

Technische Daten und Hintergrund zum Jaguar Mark VII:

  • Produktionszeitraum: 1950–1956
  • Motor: Sechszylinder-DOHC-Reihenmotor mit 3,4 Liter Hubraum
  • Leistung: 160 bzw. 190 PS (ab Herbst 1954)
  • Höchstgeschwindigkeit: 165 Kilometer pro Stunde, ab 1954 dann 170 Kilometer pro Stunde
  • Getriebe: Viergang Schaltgetriebe, auf Wunsch auch Dreigang-Automatikgetriebe. Beides ab 1953 optional auch mit Overdrive
  • Länge: 4,99 Meter
  • Breite: 185, Meter
  • Höhe: 160 Meter
  • Radstand: 305 Meter
  • Leergewicht: 1676–1689 Kilogramm
  • Gebaute Exemplare: cicra 31.000 Stück (20.937 Exemplare von Urmodell, 10.060 Exemplare vom 1954 vorgestellten Facelift Mark VII M)

Gebaut hat Jaguar den Mark VII übrigens von 1950 bis 1956. 1954 gab es mit dem Mark VII M ein Facelift mit geänderten Stoßstangen und neuen Rückleuchten. Dazu wurden auch der Innenraum überarbeitet und die Leistung des Motors gesteigert. Statt 160 PS, wie zu beginnt, stemmte der Reihensechszylinder nun 190 PS auf seine Kurbelwelle.