Schade, dass Toyota der Mut fehlte: Der 2000GT hätte es verdient gehabt!

Toyota 2000GT (Foto: Toyota)

Toyota 2000GT (Foto: Toyota)

Bei Jens von rad-ab.com habe ich gerade die Vorankündigung seines Fahrberichts des Toyota GT86 gelesen. In diesem Beitrag setzt Jens den GT86 in Bezug zum legendären Toyota 2000GT. Damit greift der Beitrag eine aktuelle Messeinstallation des japanischen Herstellers auf, die ebenfalls auf eine Verbindung zwischen dem GT86 und seinem „Urahnen“ 2000GT setzt. Auch wenn ich Jens und der Werbeabteilung von Toyota nur ungern widerspreche, aber ich finde nicht, dass der GT86 als Nachfolger des 2000GT taugt.

Zweifelsfrei ist der GT86 in vielen Punkten ein interessantes Auto, das ich mir sicherlich auch einmal genauer ansehen werde. Dafür sorgt schon meine eigene Celica-Vergangenheit. Doch die Klasse des 2000GT erreicht der Nachwuchssportler in meinen Augen einfach nicht. Das fängt mit der Gestaltung an und setzt sich in der Technik fort.

Optisch kann der GT86 für meinen Geschmack einfach nicht mit dem 2000GT mithalten. Die Form des 2000GT ist zu fließend, zu homogen. Dieser leichte Federstrich fehlt dem GT86 einfach! Mit der langen Motorhaube, die zudem – und damit wären wir bei der Technik – einen Sechszylinder bedeckt, ist der 2000GT halt ein richtiger „Gran Turismo“. Der GT86 bemüht sich redlich, dieses Thema aufzugreifen. Doch der GT86 bleibt einfach ein Fahrzeug, dass die mehr oder weniger direkte Verwandtschaft zu den Mittel- oder Kompaktklasse-Angeboten des Hauses nicht leugnen kann.

Während man den Toyota 2000GT von der Gestaltung und der Exklusivität mit einem Ferrari 275 vergleichen kann, steht der GT86 für Modelle wie der Peugeot RCZ oder VW Scirocco. Löblich ist, dass der Toyota GT86 wenigstens mit Heckantrieb glänzt. Dies verschafft ihm in seiner Preisklasse in der Tat eine Ausnahmestellung. Und anders als der 2000GT, der nur 337-mal gebaut wurde, wird der GT86 sicherlich nennenswerte Stückzahlen erreichen.

Als der Toyota 2000GT 1967 in den Handel kam, fehlte Toyota dazu wohl der Mut!

Erst Nissan Shatai wagte mit dem eindeutig vom Toyota 2000GT inspirierten Sportwagen Datsun 240Z die Massenproduktion und den Schritt auf die lukrativen Auslandsmärkte. Ein Schritt, der belohnt wurde, denn bis 1978 verkaufte man mit der Marke Datsun weltweit fast 500.000 Exemplare der offensichtlichen Kopie. Toyota versuchte es derweil eine Nummer kleiner und stellte 1970 mit der Celica ein kleines und so auch in den Augen von Toyota massentaugliches Sportcoupé vor.

Obwohl die Celica ein tolles Auto war, fehlte ihr für das Mitsingen im Konzert der richtigen Sportwagen einfach der Sechszylinder-Motor. Erst 1978 mit der Celica Supra sah man dies wohl auch bei Toyota ein und bot wieder einen Sechszylinder-Sportwagen an. Nach vier Generationen Supra endete dieses Kapitel vor zehn Jahren. Der Celica blieben die Japaner immerhin bis 2005 treu.

Nach sieben Jahren Pause steht nun der GT86 in den Startlöchern

Das Sportcoupé wurde seit 2009 auf zahlreichen Messen und Ausstellungen in Form der Studie FT-86 kontinuierlich der Öffentlichkeit nähergebracht. Der Schwenk auf den 2000GT als Imageträger ist relativ neu. Und für mein Empfinden auch unnötig, denn den echten Nachfolger des 2000GT verkauft Toyota seit 2009 als Lexus LFA. Anders als der GT86 ist der LFA ein echter Sportwagen. Dafür sorgt schon der V10, der wie der Sechszylinder des 2000GT in Kooperation mit Yamaha entwickelt wurde. Und mit 500 Stück ist der LFA zudem fast so exklusiv wie der 2000GT.

2 Kommentare

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