Oldtimer auf der Essen Motor Show 2012

Die Essen Motor Show wird in Teilen immer mehr zu einer zweiten „Techno Classica“. In diesem Jahr widmen die Verantwortlichen eine ganze Halle der Oldtimer-Szene. In Halle 1 präsentieren sich zahlreiche Oldtimer-Händler und Vereinigungen, rund um eine vom „Techno Classica“ Veranstalter SIHA organisierte Sonderausstellung.

Drei Oldtimer auf der Essen Motor Show haben mir besonders gut gefallen.

Mit der Sonderausstellung wagt die SIHA eine Vorschau auf die im kommenden April anstehende „Techno Classica“, die im 50. Jubiläumsjahr des Porsche 911 diese Ikone des Fahrzeugbaus natürlich gebührend feiern wird. Als Motorsport-Fan hat mir dabei ein 911er gefallen, der bisher auf Oldtimer-Messen noch keine große Rolle gespielt hat.

Porsche 911 SC 4x4 – gefunden in Halle 1

Porsche 911 SC 4×4 – gefunden in Halle 1

Mit dem Porsche 911 SC 4×4 wagte Porsche 1984 einen Wüstenausflug. René Metge gewann mit dem 911er die „Rallye Paris Dakar“, passenderweise unter der Regie des legendären Porsche-Rennleiters Peter Falk, der in der Woche vor der Essen Motor Show seinen 80. Geburtstag feierte. Porsche dehnte das Einsatzgebiet des 911 mit diesem Abenteuer auf ein Gebiet aus, das zuvor von Geländewagen wie dem VW Iltis (1980) oder dem Mercedes G-Modell (1983) dominiert wurde.

Mercedes G-Modell

Mercedes G-Modell – gefunden in Halle 3 am Stand der Mercedes Fan-World

Passenderweise steht das Mercedes-G-Modell mit dem J. Ickx die Rallye Paris Dakar gewinnen konnte, in dieser Woche auf der Essen Motor Show nur eine Halle weiter. Nur ein Jahr vor dem Porsche siegte der in den Augen der meisten europäischen Motorsport-Fans sicherlich eher ungewöhnliche Rennwagen bei der Mutter aller Wüstenrallyes.

Ferrari Dino 246 – gefunden in Halle 1

Ferrari Dino 246 – gefunden in Halle 1

Dass die Welt der Oldtimer auch am Vorabend des anstehenden runden Geburtstags des Porsche 911 vielfältiger ist, zeigt ein Ferrari Dino 246, den wir auf unserem Messe-Bummel ebenfalls in der Oldtimer-Halle 1 entdeckten. Den von 1969 bis 1974 herstellten Sportwagen bot Ferrari unter der Marke Dino an, da der kleine Sportler nicht den für einen Ferrari damals typischen Zwölfzylindermotor hat.

Im nach Enzo Ferraris Sohn Alfredo benannten Dino sorgt ein V6 (65 °, 2,4 Liter Hubraum) für den Antrieb. Ferrari benötigte diesen Motor in einem Straßenfahrzeug, um weiter in der Formel 2 antreten zu können. Neben dem Fiat Dino, der ebenfalls diesen Motor nutzt, entstand so der Dino 206, dessen Weiterentwicklung der 246 darstellt.

Soweit fürs Erste einmal drei Oldtimer, die mir ganz besonders gefallen haben. Weitere Eindrücke von der Essen Motor Show habe ich für 1300ccm.de zusammengefasst.

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