Insolvenzgericht sieht keine Chance auf Fortführung von Bristol Cars

Im vergangenen Jahr meldete Bristol Cars zum zweiten Mal Insolvenz an. Doch anders als 2011/12 kommt es diesmal nicht nur Fortsetzung der Firmengeschichte. Denn laut einer Meldung des Goodwood Circuit sieht das zuständige Insolvenzgericht diesmal keine Chance für eine Fortführung des Autobauers.

Daher kommt in Kürze alles unter den Hammer, was noch einen Wert hat. Fans der Marke sind besonders gespannt, welche Schätze im Keller des legendären Showrooms im feinen Londoner Stadtteil Kensington lagern. Denn dort hortete der langjährige Firmenchef Tony Crook nicht nur Ersatzteile. Denn für den ehemaligen Rennfahrer, der 1960 zunächst einen Teil erwarb und 1973 das Bristol Cars vollständig übernahm, war Bristol die Aufgabe des Lebens.

So sammelte Crook alles mit Bezug zur Marke. Dazu gehören zahlreiche Ersatzteile für Bristol aller Baujahre. Mister Bristol trug Infos zu fast allen der etwas mehr als 3.000 Bristol zusammen, die der Autobauer auf die Räder stellte. Daneben gehören zum Archiv auch viele Kaufverträge. Angesichts der oft illustren Kunden, die Autos von Bristol erwarben, lockt dieser Schatz sicherlich nicht nur Autos-Fans.

Schließlich galt ein Auto von Bristol praktisch von Anfang an als Lifestyle-Produkt. Einen Bristol zu fahren, das war ein öffentliches Bekenntnis für Qualität und Individualität. Kein Wunder, dass neben Mitgliedern des britischen Hochadels Stars wie Stewart Granger, Peter Sellers oder die Gallagher Brüder einen Bristol fuhren.

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