#SoGehtCoupé – Coupés soweit das Auge reicht bei der Premiere des Audi A5 Coupé

Am Donnerstagabend war ich bei der Weltpremiere des neuen Audi A5 Coupé eingeladen. Mit einer eindrucksvollen Show stellte Audi am Firmensitz in Ingolstadt die zweite Generation seinen Mittelklasse-Coupés vor. Keine Angst, ich beschränke mich an dieser Stelle weiter auf Klassiker. Und da bot die Show in Ingolstadt tatsächlich einiges. Denn die Verantwortlichen nutzten die Premiere auch, um auf lange Coupé-Tradition des Hauses hinzuweisen.

Das heutige Unternehmen Audi entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, um die Geschichte der Auto Union im Westen fortzusetzen. Die alte Auto Union war in Sachsen zu Hause und gehörte – über die Sächsische Staatsbank – mehrheitlich dem Staat. Dessen Vermögen fiel an dem Zweiten Weltkrieg zunächst an die vier Besatzungsmächte. 1946 wurde daher auf Bestreben der sowjetischen Besatzer in Chemnitz die „Industrieverwaltung 19 – Fahrzeugbau“ gegründet.

Audi Tradition bei der Weltpremiere des Audi A5 Coupé

Die Coupé-Tradition von Audi stand im Mittelpunkt der Show zur Premiere des neuen Audi A5 Coupé

Dieses Verwaltungsorgan überführte die ehemaligen Auto Union Werke in Sachsen in sogenannte Volkseigene Betriebe (VEB). In diesem Zuge wurde das eigentliche Unternehmen Auto Union aufgelöst. Wobei niemand daran dachte, wenigstens den Markennamen Auto Union zu sichern. Das freute die Ex-Mitarbeiter der Auto Union, die bereits 1945 in Ingolstadt ein Unternehmen gegründet hatten, um Ersatzteile für die im Westen vorhandenen Vorkriegsfahrzeuge der Auto Union herzustellen. 1949 wurde aus diesem Unternehmen die neue Auto Union GmbH.

Nach zwei Übernahmen – zunächst durch Daimler-Benz und anschließend durch Volkswagen – und der Fusion mit NSU Ende der 1960er-Jahre firmiert diese heute als Audi AG. Das macht Audi zum Verwalter der Geschichte der Auto Union. Und damit das „Manuela“ genannte Coupé des Horch 853 zu einem Fahrzeug in der Ahnenreihe der Ingolstädter. Das Coupé entstand 1937 als Einzelstück für den Rennfahrer Bernd Rosemeyer. „Manuela“ wurde auch deshalb zum Mythos, weil das Coupé in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verloren ging und bis heute verschollen ist.

Bilder von den Oldtimer bei der Premiere des neuen Audi A5 Coupé

Das wunderbare Coupé, von dem es eine Rekonstruktion gibt, war am Donnerstag als Teil der Videoprojektion Gast der Weltpremiere des neuen Audi A5 Coupé. Genauso wie das seltene DKW F 91 Zweisitzer Coupé, wie ein DKW Monza von 1956, wie der Auto Union 1000 Sp von 1958 sowie ein NSU Sport Prinz von 1959. Wobei diese ganz real in die Inszenierung der Weltpremiere eingebunden waren. Mit Ausnahme des wunderbaren DKW Monza durften sie zur Freude des Publikums während der Show sogar auf dem Platz des Audi Forums ihre Runden drehen.

Übrigens, einen ersten Eindruck vom Design des Neuen findet ihr übrigens wie fast immer in unserem Autoblog für Moderns. Und wer noch mehr wissen will, der findet bei Lisa von hyyperlic auch schon ein paar technische Daten zum neuen A5.

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