5. März 1975 – Volkswagen startet die Serienproduktion des VW Polo

Mit dem Polo setzt Volkswagen 1975 seine Modelloffensive fort. Heute vor 45 Jahren startet in Wolfsburg die Produktion des Kleinwagens.

Volkswagen legte mit dem Käfer und dem VW Transporter den Grundstein für den heutigen Weltkonzern. Standard waren luftgekühlte Boxer-Motoren, die VW im Heck der Autos verstaute und die die Hinterräder antrieben. Nach dem Käfer (Typ 1) und dem Transporter (Typ 2) übertrag Volkswagen das Prinzip auch in die Mittelklasse. Der 1961 präsentierte Typ 3 entsprach noch halbwegs dem Zeitgeist. Obwohl der Zentralrohrrahmen des Typ 3 diesen wie den großen Bruder des Käfers wirken lässt.

Erst beim nochmals größeren VW 411 (Typ 4 ab 1968) vertraute Volkswagen auch bei einem Pkw auf eine selbsttragende Karosserie. Zudem bot der 411 als erster Volkswagen vier Türen. Weshalb der 411 im Volksmund bald den Spitznamen „4 Türen, 11 Jahre zu spät“ bekam. Kein Wunder, dass die Konkurrenz in diesen Jahren mit neuen Produkten Volkswagen zu enteilen drohte.

Doch das Imperium schlug zurück!

Auf Basis der mit Auto Union und NSU übernommenen Technik modernisierte Volkswagen innerhalb weniger Jahre seine gesamte Modellpalette. Auf die in den Jahren 1973 und 1974 eingeführten Modelle Passat und Golf folgt 1975 der Polo. Wie der Passat, der auf dem Audi 80 B1 basiert, ist auch der Polo ein Ableger eines Audi-Produkts. Denn der Polo ist der Zwilling des bereits im Herbst 1974 präsentierten Audi 50.

Beide Fahrzeuge, der Audi 50 und der Polo entstehen innerhalb von knapp zwei Jahren. Ausgangspunkt war allerdings das Projekt K 50 der NSU AG. Mit dem K50 wollte NSU den legendären NSU Prinz ersetzen. Nach der Fusion von NSU mit der VW-Tochter Auto Union zur Audi NSU Auto Union AG mit Sitz in Neckarsulm führte Volkswagen das Projekt schließlich zu Ende.

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