40 Jahre VW Polo

In der ersten Hälfte der 1970er-Jahre galt VW als Problemfall. Zu lange hatten die Wolfsburger am Käfer festgehalten und der Automarkt veränderte sich. Neue und moderne Kleinwagen wie der Autobianchi A112, der Fiat 127 oder auch der Renault 5 und der Peugeot 104 veränderten den Markt.

Dagegen sah der Käfer alt aus. Doch zum Glück für Volkswagen gehörte den Wolfsburgern seit Mitte der 1960er Jahre die Auto Union. Erworben überwiegend, um sich zusätzliche Produktionskapazität für den Käfer zu sichern.

Polo I L, Baujahr 1975, 0,9 Liter, 4 Zylinder, Benziner, 29 kW (40 PS)

Polo I L, Baujahr 1975, 0,9 Liter, 4 Zylinder, Benziner, 29 kW (40 PS)

Als ebenso günstig erwies sich, dass VW die Auto Union 1969 mit NSU fusionierte und damit das heutige Unternehmen Audi gründete. Denn deren Entwickler entwarfen ab 1972 in nur 21 Monaten einen Nachfolger für den NSU Prinz. Im Oktober 1974 stellt Volkswagen die Neuentwicklung als Audi 50 den Händlern vor.

Für die damaligen Verhältnisse war der 3,50 Meter lange Audi 50 ein Luxuskleinwagen. Deshalb folgte im Frühjahr 1975 eine abgespeckt Version, die den Namen VW Polo bekam. Beide Modelle liefen übrigens zusammen im Wolfsburger Stammwerk von Volkswagen vom Band.

Nach drei Jahre entschied Volkswagen, sich bei den Kleinwagen auf die Marke VW zu konzentrieren. Der Bau des Audi 50 wurde im Juli 1978 eingestellt. Erst erst 32 Jahre später kehrte mit dem A1 ein Bruder des Polo ins Audi-Programm zurück. Dazwischen stellte der Polo Geschwindigkeitsrekorde auf und fuhr zuletzt sogar zu Titel des Rallye-Weltmeisters.

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