40 Jahre Mazda 626 – So visionär kann japanische Mittelklasse sein

Leverkusen, 28. Februar 2019: Mittelklasse muss nicht mittelmäßig sein, das stellte Mazda schon Mitte der 1960er Jahre mit dem weltweit als Designikone gefeierten Modell Luce unter Beweis. Den Grundstein für eine beispiellose und bis heute andauernde japanische Erfolgsgeschichte in der Mittelklasse legte aber der im Februar 1979 auch in Deutschland eingeführte Mazda 626. Gezeichnet in stilprägend-eleganten Formen und konstruiert für begeisternden Fahrspaß stieg der familienfreundliche Mazda 626 auf zum zeitweise erfolgreichsten Importmodell in Deutschland.

Kaum weniger aufsehenerregend waren die spektakulären technischen Innovationen, mit denen der in fünf Generationen bis 2002 gebaute Mazda 626 Mut zur Größe zeigte und sich auf vollkommen neue Wege in der Mittelklasse wagte. Heute bringt der Mazda6 im selbstbewussten KODO Design und mit ebenso kraftvollen wie effizienten SKYACTIV Antrieben frisches Fahrvergnügen und Premium-Anmutung in die Klasse der Familienfahrzeuge.

Die Mittelklasse neu definieren, unter diesem Anspruch startete vor 40 Jahren der Mazda 626 als viertürige Familienlimousine und sportives Hardtop-Coupé mit einem Hauch Extravaganz. Durch klare, leicht keilförmige Linien und mit großzügig dimensionierten Glasflächen gab sich die 4,31 Meter lange Limousine ganz europäisch im Gegensatz zur bis dahin meist amerikanischen Design-Vorlieben folgenden Mittelklasse Made in Japan. Besonderen Applaus von Presse und Publikum erntete das Mazda 626 Coupé für seinen schwebend-leichten Dachpavillon im Hardtop-Design. Ungewohnt großzügig dimensioniert war das Interieur des Mazda 626, der sich auch hier von asiatischen Wettbewerbern abhob und neue Maßstäbe setzte. „Der Deutsche aus Japan“, wie der zuverlässige Mazda 626 in den Medien genannt wurde, bewies außerdem, dass billig manchmal schicker und besser sein kann. Denn der serienmäßig nahezu komplett ausgestattete Mazda 626 unterbot mit Preisen ab 12.690 Mark fast alle vergleichbaren Konkurrenten und legte die Basis für eine Bestsellerkarriere von Nummer 626.

Zur Mittelklasse für Millionen wurde der Mazda 626 in der 1983 vorgestellten zweiten Generation. Wieder konstruierte Mazda seinen Erfolgstyp völlig anders und zählte jetzt zu den Vorreitern bei der Einführung des Vorderradantriebs im Segment der großen Familienlimousinen. Innovativ war auch die breite Karosseriepalette aus fünftüriger Fließhecklimousine, klassischem Viertürer und sportivem Coupé. Unter der Motorhaube des Mazda 626 arbeiteten neu entwickelte Vierzylinder, dies auch als effizienter Diesel und bahnbrechender Benziner mit Vierventiltechnik. Diese Variantenvielfalt, die sportiven Fahreigenschaften und die inzwischen fast sprichwörtliche Zuverlässigkeit machten den Mazda 626 nicht nur zum meistverkauften Importmodell seiner Klasse. Der 626 fing jetzt auch an, der etablierten deutschen Konkurrenz Niederlagen in Vergleichstests der Fachpresse beizubringen.    

Es kam jedoch noch besser für den 626, denn in der 1987 lancierten dritten Generation feierte der Mazda sogar Absatzrekorde als meistverkauftes Importauto in Deutschland überhaupt. Möglich machte diesen Erfolg eine konsequente Erweiterung des Modellprogramms. So gab es die Baureihe nun zusätzlich als praktischen Kombi mit großem, variablem Laderaum und als visionären technischen Innovationsträger: Permanenter Allradantrieb in Verbindung mit serienmäßigem Vier-Kanal-ABS war damals eine alles andere als selbstverständliche Technologie. Sogar Jahrzehnte Vorsprung gegenüber fast allen Konkurrenten sicherte sich der Mazda 626 mit einer elektronisch geregelten Allradlenkung.

Fortgeschrieben wurde die Erfolgsstory des Mittelklassemodells für Familie und Business mit der 1991 vorgestellten vierten Generation. Der Mazda 626 präsentierte sich nun in repräsentativer Größe und überraschte einmal mehr mit einer Fülle an technischen Highlights. Tatsächlich konnten es die auf 4,70 Meter Länge gewachsenen, elegant gezeichneten vier- und fünftürigen Limousinen jetzt sogar mit deutschen Premium-Modellen aufnehmen, bot der Mazda 626 doch neben neuen DOHC-16-Ventil-Vierzylindern auch einen leistungsstarken und laufruhigen 2,5-Liter-V6 und sogar einen der weltweit ersten hocheffizienten Diesel mit Comprex-Druckwellenlader. Nicht zu vergessen der permanente Allradantrieb und die elektronisch geregelte Allradlenkung für Fahrdynamik und Sicherheit fast wie in der Luxusklasse.

In der 1997 vorgestellten, fünften Auflage beeindruckte der Mazda 626 durch neue Leichtigkeit und ein cleveres Raumkonzept. Trotz deutlich kompakterer Außenabmessungen setzte die Mittelklasse im Kapitel Platzangebot höhere Maßstäbe als je zuvor und dies auch mit einem neu entwickelten Kombi, der mit über 500 Litern Ladevolumen zu den größten seiner Klasse zählte. Konsequenter Leichtbau drückte das Leergewicht des Mazda 626 auf fast 1.200 Kilogramm, was sich wiederum in beispielhaften, günstigen Verbrauchswerten der Vierzylinder-Benziner und -Diesel niederschlug.

Im Jahr 2002 verabschiedete sich der Mazda 626 – und machte damit die Bühne frei für den ersten Mazda6 als Speerspitze eines ganz neuen Zeitalters für die japanische Marke. Das Design wurde jetzt noch mutiger und schärfer, die Technik nachhaltiger und effizienter, vor allem aber stand der Mazda6 für pures Fahrvergnügen. So sah es auch die Fachwelt, denn schon dieser erste Mazda6 gewann über 120 Vergleichstests und Auszeichnungen und bestand als erstes Fahrzeug einen 100.000-Kilometer-Dauertests eines führenden deutschen Fachmagazins ohne Fehler. Für den heute aktuellen Mazda6 sind vier erfolgreiche Jahrzehnte im Zeichen der Nummer 6 Ansporn und Verpflichtung zugleich, der Zeit weiterhin voraus zu fahren und dabei eigene Wege zu wählen. Zum Ausdruck kommt dies besonders deutlich durch das KODO Design mit charakterstarken und dynamischen Linien. Hinzu kommen neue i-ACTIVSENSE Sicherheitssysteme und SKYACTIV Techniken für noch mehr Fahrspaß mit dem Mazda6.

40 Jahre Mazda 626 sind Anlass für ein großes Generationentreffen: In der Ausstellung „Mazda Classic – Automobil Museum Frey“ gibt es die erfolgreichsten, formschönsten und visionärsten Modelle dieser Mittelklasse-Baureihe zu erleben. Natürlich ist darunter auch ein extravagantes Mazda 626 Hardtop-Coupé der ersten Generation, der bahnbrechende Mazda 626 zweiter Generation und ein 626 4WS mit elektronisch geregelter Allradlenkung von 1993. Sogar ein Mazda6 als spektakuläres Weltrekordauto zählt zu den Stars der Fahrzeugkollektion: Mit einem Skyactiv-D Turbodiesel stellte die Limousine im Jahr 2014 insgesamt 20 FIA-Weltrekorde auf der Teststrecke in Papenburg ein. Das mitten in der historischen Augsburger Innenstadt in einem historischen Straßenbahndepot eingerichtete Museum lässt aber auch alle anderen Highlights der fast 100-jährigen Unternehmensgeschichte des unkonventionellen Automobilherstellers aus Hiroshima lebendig werden.

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